Magenverkleinerung: Vorteile und Risiken der OP
Magenverkleinerung: Vorteile und Risiken der OP

Was Sie über eine Magenverkleinerung und ihre Auswirkungen wissen sollten

Wenn Ihre jahrelangen Versuche abzunehmen ergebnislos gescheitert sind, bleibt Ihnen eine letzte Option: die Magenverkleinerung. Krankhafte Fettleibigkeit sowie gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Diabetes 2 lassen sich mit diesem chirurgischen Eingriff erfolgreich behandeln. Mehrere Techniken stehen zur Verfügung. Welche die richtige ist, hängt vom Zustand des Patienten und dem angestrebten Therapieziel ab.

Für wen ist eine Magenverkleinerung möglich?

Erst wenn über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr mit konservativen Methoden kein Gewichtsverlust erreicht wurde, wird eine Magenverkleinerung zum Thema. Wichtigste Voraussetzung ist ein Bodymassindex (BMI) von über 40, also Fettleibigkeit. Kommen krankhafte und schwer beeinträchtigende Begleiterscheinungen wie Bluthochdruck, Gelenkprobleme, Atemaussetzer und schweres Schwitzen dazu, wird auch eine Operation bei einem BMI von 35 befürwortet. Der Patient muss zudem volljährig, psychisch stabil und frei von Drogen sein. Die seelischen Faktoren sind von besonderer Bedeutung, da der körperliche Eingriff der Magenverkleinerung starke Auswirkungen auf die Psyche hat.

Welche Methoden der Magenverkleinerung gibt es?

Bei drei Techniken wird das Magenvolumen verkleinert. Eine Möglichkeit ist es, ein Magenband einzusetzen. Ein Teil des Magens wird damit abgeschnürt, sodass nur eine wesentlich geringere Menge an Nahrung aufgenommen werden kann. Auch ein mit Salzwasser gefüllter Magenballon dient diesem Zweck. Diese beiden Eingriffe sind umkehrbar, da Band und Ballon wieder herausgenommen werden können. Anders ist es beim sogenannten Schlauchmagen, bei dem durch eine Operation ein Teil des Magens unwiderruflich entfernt ist. Der am häufigsten praktizierte Eingriff in Deutschland ist der Magenbypass. Dabei wird die Speiseröhre operativ mit dem Dünndarm verbunden. Anschließend durchläuft die Nahrung weder Magen noch Zwölffingerdarm und kann deshalb nicht mehr komplett verwertet werden.

Nach der Operation

Die positiven Folgen einer Magenverkleinerung sind schnell sichtbar. Das Gewicht sinkt kontinuierlich ab. Nach einem Jahr sind die Patienten nicht nur deutlich schlanker, sondern insgesamt in einem besseren gesundheitlichen Zustand. Doch nicht jeder verkraftet diese gravierenden Veränderungen problemlos. In Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass einige der Operierten die geringere Nahrungsaufnahme mit größerem Alkohol-, Nikotin- und Drogenkonsum zu kompensieren versuchen. Eine psychologische Nachbetreuung ist deshalb nach jeder Magenverkleinerung dringend zu empfehlen.