Bariatrische Chirurgie - Allheilmittel gegen krankhaftes Übergewicht?
Bariatrische Chirurgie – Allheilmittel gegen krankhaftes Übergewicht?

Auch in Deutschland wird Adipositas (Fettleibigkeit) ein immer größeres Problem, denn hierzulande ist bereits jeder fünfte Bürger stark übergewichtig. Die Risiken für Folgeerkrankungen wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Bluthochdruck und Diabetes, sind dementsprechend hoch. Allein fünf Prozent aller Männer und acht Prozent aller Frauen weisen einen Adipositas Grad II auf und leiden damit unter massivem Übergewicht. Gegenüber den Nachbarländern liegt Deutschland damit weit vorne. In den letzten Jahrzehnten hat sich hier jedoch die bariatrische Chirurgie einen Namen gemacht. Was genau damit gemeint ist, können Sie nachfolgend erfahren.

Der Body-Mass-Index

Der Body-Mass-Index oder bei vielen auch besser bekannt als einfach nur BMI, bezieht sich auf das Körpergewicht in kg, welches durch die Körpergröße in m zum Quadrat geteilt wird. Bei einem Menschen mit einem Gewicht von 60 kg und einer Körpergröße von 1,70 Meter liegt der BMI bei 20,8 und somit im Normalbereich. Die bariatrische Chirurgie richtet sich an die Menschen, welche einen massiven BMI vorweisen und diesen voraussichtlich alleine auch nicht mehr senken werden können. Ein Überblick:

Bariatrische Chirurgie hat sich bereis bei Adipositas bewährt

Viele von Adipositas betroffene Menschen schaffen es alleine und aus eigener Kraft nicht mehr, Herr über ihr Übergewicht zu werden und wieder den Weg zum Normalgewicht zu finden. Auf kurz oder lang kommt es zu Folgeerkrankungen wie beispielsweise Diabetes mellitus. Die bariatrische Chirurgie setzt daher auf operative Eingriffe wie einen Schlauchmagen oder einen Magenbypass. Im Gegensatz zu normalgewichtigen Menschen besteht bei stark übergewichtigen, ein erhöhtes Operationsrisiko und trotzdem hat sich die bariatrische Chirurgie bereits bewährt.

Ziel – das Volumen des Magen verkleinern

In bariatrischen Operationen werden die Volumen der Mägen entsprechend der ausgewählten Methode reduziert. Patienten können so wesentlich weniger Nahrung aufnehmen und erfahren ein frühes Sättigungsgefühl. Oftmals hat der Magen nach einem solchen Eingriff nur das Fassungsvermögen für ein kleines Glas Wasser. Da aufgrund der eingeschränkten Nahrungsaufnahme auch nicht mehr ausreichend Nährstoffe aufgenommen werden können, müssen Operierte ihr ganzes Leben lang zusätzliche Tabletten wie z.B. Vitaminpräparate zu sich nehmen. Aufgrund der massiven Verkleinerung des Magenvolumens nehmen Patienten in einem vergleichsweise kurzen Zeitraum massiv an Gewicht ab, wodurch sich positive Effekte in sämtlichen gesundheitlichen Bereich bemerkbar machen. So senkt sich beispielsweise der Blutdruck, das Risiko von Schlaganfällen und Herzinfarkten verringert sich und auch der Zuckerstoffwechsel begibt sich wieder auf ein Normalmaß.

Die bariatrische Chirurgie und ihre Funktionsweise

Ein chirurgischer bariatrischer Eingriff wird stets minimal-invasiv vorgenommen. Soll der Patient einen Schlauchmagen bekommen, dann wird von dem Chirurgen ein großer Teil des Magens komplett und unwiderruflich entfernt. Der verbliebene Restmagen kommt in der Regel nur noch auf ein Volumen von rund 200 Millilitern, jedoch bleiben dabei die normalen Verdauungsfunktionen vorhanden.