Haartransplantation - Wann wirklich sinnvoll?
Haartransplantation – Wann wirklich sinnvoll?

Haarausfall ist eine für den Betroffenen unangenehme Angelegenheit, das steht außer Frage. Insbesondere wer unter erblich bedingtem Haarausfall leidet, kann froh sein, wenn eine Haartransplantation, beispielsweise mit der FUE Methode, möglich ist. Für die Behandlung können sich eigentlich schon Personen ab dem 20. Lebensjahr entscheiden. Allerdings muss natürlich ein Arzt feststelle, ob ein geringgradiger oder mittelgradiger Haarausfall vorliegt. Eine Prognose kann aber nie hundertprozentig gesichert werden.

Haartransplantationen bei Narbenbildung

Gerne wird die FUE-Methode auch bei störenden Narben eingesetzt, da diese perfekt mit Haaren besetzt werden kann. Ob Narben aus Platzwunden, Verbrennungen oder Unfällen – die Herkunft der Narben ist für die Haarverpflanzung nicht ausschlaggebend. Allerdings müssen Betroffene wissen, dass sie Anzahl der Haare auf dem Narbengewebe immer reduziert ausfallen wird. Dort ist nämlich die Nährstoff- und Sauerstoffversorgung nicht optimal. Im Normalfall wird von einem Haaranteil von 50 bis 60 % für die Abdeckung von Narbenflächen ausgegangen.

Augenbrauen- und Wimperntransplantationen

Wer unter sehr dünnen oder nicht vorhandenen Augenbrauen und Wimpern oder einem hohen Haaransatz leidet, wünscht sich häufig eine Haartransplantation. Dies gilt natürlich auch für andere Körperregionen, in denen normalerweise Haare sind und keine mehr wachsen. In diesen Fällen kann die FUE-Methode ebenfalls eingesetzt werden.

Wann ist eine Haartransplantation nicht angesagt?

Es gibt Fälle, in denen eine Haartransplantation nicht anwendbar ist. Beispielsweise ist dies der Fall, wenn Autoimmunkrankheiten oder schwere Schädigungen innerer Organe vorliegen. Auch Personen, die unter einer Hormonstörung leiden, müssen auf eine Haartransplantation verzichten. Die Grunderkrankung muss in diesen Fällen ärztlich behandelt werden, da es sich nicht um einen bleibenden Haarausfall handelt und die Haare auf natürlichem Weg wieder nachwachsen können. Zudem kann eine Haartransplantation auch Menschen, die über zu wenig Spenderhaar verfügen oder bei denen ein sehr schnell voranschreitender Haarausfall vorliegt, von einer Haartransplantation keine Hilfe erwarten. Schließlich würde transplantierte Haare schnell wieder ausfallen.